
Noch ist es nicht so weit und gut möglich, dass man als Flachländer bis Weihnachten gänzlich ohne Schnee auskommen muss. Dennoch gibt es genügend gute Trainingsalternativen, wie man sich als Langläufer auf den Winter vorbereiten kann.

In regelmässigen Abständen veröffentlichen wir an dieser Stelle ein Interview mit einer spannenden Persönlichkeit. Heute mit Nadine Fähndrich, Siegerin Engadin Skimarathon 2018.
Zum ersten Mal seit 2009 gewinnt mit Nadine Fähndrich eine Schweizerin das traditionelle Rennen im Engadin. Die 22-jährige ist keine Unbekannte. Sie nahm dieses Jahr erfolgreich an den Olympischen Spielen teil und gewann Medaillen an den U23-Weltmeisterschaften.
Du kannst auf eine sehr erfolgreiche Saison zurückblicken. Welches sind in deinen Augen die Schlüssel zum Erfolg?
Für mich sind in erster Linie die Freude und die Leidenschaft am Sport sehr wichtig. Und zudem, dass man schätzt, was es für ein Privileg ist, als Spitzensportler unterwegs zu sein.
Weitere Erfolgsfaktoren sind dann noch der Wille, hart zu arbeiten und das richtige Umfeld. Abschliessend ist für mich ganz persönlich noch wichtig, dass ich selbstkritisch bin und bleibe.
Je erfolgreicher, desto grösser der Druck und die Erwartungshaltung. Wie gehst du damit um? Welche Tipps hast du allenfalls für Hobbysportler auf Lager, die vor ihrem Rennen ebenfalls mit Nervosität zu kämpfen haben?
Das ist etwas, was mir sehr schwer fällt. Aber ich habe gelernt, damit umzugehen. Ich denke, Erwartungen und Druck sind ja eigentlich nichts Schlechtes. Sie wären ja nicht da, wenn man nicht dahin gehören würde.
Ein hilfreicher Tipp ist, dass man versucht, sich gar nicht auf das Resultat, die Erwartungen oder den Druck zu konzentrieren. Vielmehr geht es darum, dass man sich in den Momenten, in den denen diese Gedanken kommen, daran erinnert, was man gemacht hat, und vor allem, was man machen kann, um diese Erwartungen zu erreichen.
Du bist in einer von den Skandinavierinnen dominierten Sportart zu Hause. Wo ortest du die grössten Unterschiede? In welchen Bereichen kannst du noch Lücken schliessen?
Das ist eine schwierige Frage. Ich denke, die Skandinavierinnen haben den Vorteil, dass sie viel mehr sind, die diesen Sport ausüben. Für mich gibt es aber noch viele Punkte, die ich besser machen kann, oder die ich noch trainieren oder lernen muss. Da ist sicher mal die Ausdauerfähigkeit und dass die Fähigkeit, Distanzrennen besser durchzuziehen. Dann kann ich mich im taktischen Bereich noch verbessern. Oder in der Skating-Technik muss ich noch lernen, ökonomischer zu laufen. Das sind nur drei Punkte, in denen ich gegenüber den Besten noch aufholen muss. Es gäbe aber bestimmt noch einige mehr.
Die Saison 2017/18 ist vorbei. Kannst du uns einen Einblick geben, wie deine Vorbereitung auf die nächste Saison ausschaut?
Zuerst werde ich mich jetzt von der langen Saison erholen. Dann Anfang Mai starten wir gleich mit dem ersten Trainingslager auf Schnee. Ich werde sicher viel auf Rollskis und zu Fuss trainieren. Aber auch an Schneetrainings wird es nicht fehlen. Den Umfang der Trainingsstunden möchte ich im Vergleich zum letzten Jahr ein bisschen steigern.
Gibt es einen Geheimtipp, den du uns preisgeben kannst?
So geheim ist dieser Tipp nicht, dafür umso wichtiger: Ich denke, dass man auf seinen Körper hören sollte und lernen sollte, dieses Körpergefühl zu entwickeln.

Noch ist es nicht so weit und gut möglich, dass man als Flachländer bis Weihnachten gänzlich ohne Schnee auskommen muss. Dennoch gibt es genügend gute Trainingsalternativen, wie man sich als Langläufer auf den Winter vorbereiten kann.

Du liebst Skating, bist aber meist im Dauermodus und ohne grosse Variation unterwegs? Dann versuch es doch einmal mit einem unserer fünf Mustertrainings