
Wöchentlich veröffentlichen wir an dieser Stelle ein Interview mit einer spannenden Persönlichkeit. Heute mit Toni Livers, mehrfacher Olympia-Teilnehmer Langlauf.

In regelmässigen Abständen veröffentlichen wir an dieser Stelle ein Interview mit einer spannenden Persönlichkeit. Heute mit Curdin Perl, Sieger Planoiras 2018.
Nach 17 Jahren Spitzensport hat sich Curdin Perl entschlossen, seine Aktivkarriere zu beenden. Der Bündner blickt auf erfolgreiche Jahre zurück mit zwei Teilnahmen an Olympischen Spielen und einem vierten Rang an der Tour de Ski.
Während vielen Jahren hat das Training deinen Tages-, Wochen- und Jahresrhythmus bestimmt. Wie sieht dein Alltag nun heute aus?
Im Moment sieht mein Alltag noch gar nicht wirklich anders aus. Ja, vielleicht trainiere ich nicht mehr ganz so intensiv, aber mindestens eine Einheit pro Tag absolviere ich noch immer, und die Wochenenden sind ausgefüllt mit Volksläufen. Ausserdem bin ich dabei, den Grundstein für meine weitere berufliche Laufbahn zu legen. Das nimmt auch Zeit in Anspruch.
Was würdest du anders machen, wenn du das Rad der Zeit zurückdrehen könntest?
Ich würde schon viel früher beginnen, nur auf mich selbst zu hören. Rückblickend betrachtet, habe ich mir viel zu lange von anderen Leuten vorschreiben lassen, was ich zu tun oder zu lassen habe.
Im November hast du den Piz Palü mit Langlaufskiern erklommen. Kannst du uns mehr über dieses Erlebnis erzählen?
Die Idee entstand, da ich (wieder einmal) auf der Suche nach Sponsoren war. Ursprünglich war ein 24h-Sponsorenlauf geplant. Da die Idee aber abgegriffen war, entwickelte sich allmählich das Palü Projekt daraus. Es war eine sehr spannende und lehrreiche Erfahrung für mich. Die Aktion nahm den gesamten vergangenen Frühling in Anspruch und es gab ganz viele unberechenbare Komponenten wie Wetter, Verhältnisse am Berg und so weiter, welche erst am Tag X einzuschätzen waren.
Viele Leute konnten zu Beginn nicht wirklich viel mit der Aktion anfangen, da sie weder Ahnung vom Bergsteigen hatten, noch konnten sie sich vorstellen, was es heisst, eine solche Begehung mit Langlaufskis durchzuführen. Das Endergebnis ist glücklicherweise sehr gut geworden und hat eine breite Öffentlichkeit erreicht. Bei der Premiere des Films in Pontresina waren überraschenderweise über 300 Personen anwesend. Ich war froh und unheimlich erleichtert, als die Sache erfolgreich über die Bühne ging.
Im März startest du am Engadin Skimarathon. Welches sind deine drei wichtigsten Tipps für den Hobbyläufer in der Vorbereitung? Und welches jene für das Rennen?
Meine Tipps für die Vorbereitung:
Meine Tipps fürs Rennen:
In Zukunft wirst du Hobbyläufern dein Wissen weitergeben. Welches sind in deinen Augen die Schlüssel zum Erfolg?
Das Allerwichtigste ist die Freude für das, was man tut! Mit der Brechstange funktioniert meiner Meinung nach gar nichts. Ich möchte meinen Kunden zeigen, dass mit kleinen Veränderungen im Trainingsalltag und in den Trainingsgewohnheiten viel erreicht werden kann. Und vor allem möchte ich ihnen Mut machen, auf sich selbst zu hören und auch einmal einen neuen, vielleicht unkonventionellen Weg einzuschlagen. (Detaillierte Informationen zu meinen Trainingskursen gibt es hier)
Gibt es einen Geheimtipp, den du uns preisgeben kannst? Einen Trainings-, Ernährungs- oder Erholungstipp zum Beispiel.
Im vergangenen Sommer habe ich begonnen, ganz bewusst meinen Konsum von Milchprodukten einzuschränken. Für mich persönlich waren die damit verbundenen körperlichen Veränderungen frappant. Einen Versuch kann ich jedem/jeder nur empfehlen.

Wöchentlich veröffentlichen wir an dieser Stelle ein Interview mit einer spannenden Persönlichkeit. Heute mit Toni Livers, mehrfacher Olympia-Teilnehmer Langlauf.

Es sind die Extreme, die uns zu schaffen machen und den "normalen" Trainingsalltag stören. Genau gleich wie wir im Sommer mit der Hitze kämpfen, leiden wir im Winter, wenn es extrem kalt wird. Das Training müssen wir dabei nicht stoppen, sondern je nachdem etwas anpassen.