Wer erfolgreich sein will, sollte über einen möglichst langen Zeitraum trainieren. Kontinuität heisst das Zauberwort. Für viele ist es aber ein Fremdwort, weil sie immer wieder mit dem Training aussetzen müssen.
Wer erfolgreich sein will, sollte über einen möglichst langen Zeitraum trainieren. Kontinuität heisst das Zauberwort. Für viele ist es aber ein Fremdwort, weil sie immer wieder mit dem Training aussetzen müssen.
Einmal ist es die Ferse, ein anderes Mal der Rücken und ein drittes Mal das Knie, das zwickt. Beschwerden machen vielen Sportlern das Leben schwer. Wer sich auf Ursachenforschung begibt, stellt fest, dass die allermeisten Sportler sehr einseitig trainieren, zu wenig auf die Erholung achten und für ihr Ausdauertraining schlicht und einfach zu wenig Stabilität mitbringen. Probleme sind somit vorprogrammiert.
Mit unseren Top 6 Stabilisationsübungen geben wir dir die Grundlage für beschwerdefreies Sporttreiben. Denn mit der Kraftgymnastik sorgst du für eine stabile Körpermitte und dadurch einen ökonomischen Bewegungsablauf. Nimm dir zwei Mal pro Woche 20 bis 30 Minuten Zeit und halte dich an folgende Dosierung und Tipps:
Die einzelne Übung wird während 45 bis 60 Sekunden durchgeführt und drei Mal wiederholt. Dann folgen drei Serien der nächsten Übung.
Die Serienpause dauert 15 bis 30 Sekunden.
Achte auf höchste Qualität. Nur richtig durchgeführt, erfüllen die Übungen auch ihren Zweck.
Erschwere die Übungen durch Varianten erst, wenn die Basis-Übung absolut beherrscht wird.
Vorderer Stütz
Fokus:
Bauchnabel einziehen für eine natürliche Lordose
Doppelkinn machen für eine optimale Kopfposition
Fersen zusammenpressen für eine Aktivierung des Gesässes
Aussenrotierte Unterarme für eine Öffnung des Brustbereichs
Varianten:
Unterarme werden weiter vorne aufgesetzt
Fussspitzen werden abwechslungsweise vom Boden gehoben
Die häufigsten Fehler:
Passives in die Strukturen hängen statt Aktivierung der Muskulatur
Becken tiefer als die Schultern und nach vorne gekippt (Hohlkreuz)
Blick nach vorne statt nach unten gerichtet
Test: Stab mit Kontakt auf Hinterkopf, BWS und Kreuzbein (Bild)
Seitlicher Stütz
Fokus:
Kontakt mit dem Hinterkopf, dem ganzen Schultergürtel und beiden Gesässhälften mit der Wand für eine perfekte Diagonale
Aktivierung der unteren Seite der Taille um das Becken in der richtigen Position zu fixieren.
Fersen zusammenpressen für eine Aktivierung des Gesässes
Ellbogen unter der Schulter für eine optimale Belastung der Schulter
Blick nach vorne für die Aufrichtung des Oberkörpers
Varianten:
Becken wird langsam nach unten und oben geführt
Das obere Bein wird langsam abgespreizt
Die häufigsten Fehler:
Verdrehung des Oberkörpers statt aktive Stabilisierung
Zu grosser Winkel im Schulterbereich und damit unnötig starke Belastung des Gelenks
Blick Richtung Füsse statt nach vorne gerichtet
Handstand am Boden
Fokus:
Brust auflegen, die gestreckten Arme und zusammengepressten Fersen der gestreckten Beine leicht vom Boden abheben für eine Ansteuerung der Stützmuskulatur
Bauchnabel einziehen Richtung Wirbelsäule, so dass Platz zwischen Bauch und Boden entsteht für eine natürliche Lordose
Kopf leicht abheben mit einem Doppelkinn für eine optimale Kopfposition
Variante:
Gleiche Übung in Rückenlage, aber Blick Richtung Decke (Bild)
Die häufigsten Fehler:
Mangelnde Aktivierung des Gesässes
Verlust der Spannung im Bauch, wodurch dieser, bzw. der Bauchnabel auf dem Boden aufliegt
Hinterer Stütz
Fokus:
Bauchnabel zur Decke für eine Aktivierung aller Bereiche (Hamstrings, Gesäss, unterer Rücken)
Schultern und Arme runtergezogen für eine Fokussierung auf die Aktivierung der dorsalen Kette
Doppelkinn für eine optimale Kopfposition
Varianten:
Füsse abwechslungsweise im Sekundentakt vom Boden abheben, ohne mit dem Becken abzukippen
Bauchnabel/Becken ganz absenken und wieder anheben
Einbeinige Ausführung der drei Optionen
Fersen der gestreckten Beine auf die Blackroll legen und den Bauchnabel möglichst hoch halten (Bild)
Die häufigsten Fehler:
Hochgezogene Schultern statt runtergezogene Schultern und Arme
Ungenügende Aktivierung des unteren Rückens
Schulterstütz
Fokus:
Auf Fäusten abstützen für eine Entlastung der Handgelenke
Handgelenke, Ellenbogen und Schultern auf einer Linie, um eine gleichmässige Belastung der Gelenke sicherzustellen.
Bauchnabel einziehen für eine natürliche Lordose
Arme und Beine maximal durchstrecken für eine Aktivierung der Muskulatur
Doppelkinn machen für eine optimale Kopfposition
Fersen zusammenpressen für eine Aktivierung des Gesässes
Variante:
Füsse abwechslungsweise im Zweisekundentakt vom Boden abheben, ohne die Ausgangsstellung zu verlieren
Die häufigsten Fehler:
Arme und Beine werden nicht vollständig durchgestreckt
Blick nach vorne statt nach unten gerichtet
Mangelhafte Aktivierung, wodurch ein Hohlkreuz entsteht
Rotationsstabilität
Fokus:
Knie und Hüfte sowie Handgelenke und Schultern auf gleicher Höhe, um Ausweichbewegungen des Beckens zu verhindern.
Ellbogen und Knie berühren sich und geben leichten Druck, wodurch gleichzeitig die Bauchmuskulatur aktiviert wird.
Bauchnabel einziehen für eine natürliche Lordose
Doppelkinn machen für eine optimale Kopfposition
Arme und Beine diagonal maximal durchstrecken für eine Aktivierung der Rotationsstabilität
Maximale Kontrolle, Druck und Streckung für eine Verbesserung der Rotationsstabilität
Variante:
Grundposition gleich, aber Fussspitzen hintereinander auf einer Linie mit dem Arm. Nun den „freien“ Arm nach vorne strecken, ohne mit dem Becken abzukippen. (Bild)
Die häufigsten Fehler:
Die Bewegungen werden nicht mit letzter Konsequenz und Aktivierung durchgeführt
Blick nach vorne statt nach unten gerichtet
Foto: Datasport
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